Abu Dhabi Afrob X Ferris MC

„Abu Dhabi“ von Afrob und Ferris MC kommt nicht leise rein. Der Track läuft auf einem treibenden Midtempo, mit Synths und einer Kante in den Drums, die das Ganze ständig nach vorn schiebt. Kein überladener Aufbau, eher direkt rein und los.

Inhaltlich ist das klar Battle-Stoff, aber nicht weichgespült auf Ernst getrimmt. Da fliegen Sprüche, Bilder und Seitenhiebe im Sekundentakt, oft drüber, oft mit Absicht. Genau dadurch funktioniert das Zusammenspiel der beiden: Afrob und Ferris MC klingen nach eingespieltem Abriss, nicht nach zusammengeklebtem Feature.

Was hängen bleibt, ist dieser Mix aus Angriff und Spaß. Zeilen wie „für Ghostwriter sind wir Ghostbusters“ sagen schon ganz gut, wo das Ding hinwill. Viel Brust raus, viel Bewegung, aber eben nicht stumpf. Der Beat hält genug Luft, damit die Stimmen und die Pointen arbeiten können.

Auch spannend: Trotz der rauen Energie wirkt der Track nie komplett verbissen. Da ist immer noch dieser Zug drin, der eher nach Eskalation mit Grinsen klingt als nach bloßem Krampf. „Abu Dhabi“ lebt genau davon. Zwei Veteranen, die nicht so tun, als müssten sie irgendwem noch etwas beweisen, aber trotzdem klar machen, dass sie noch da sind.

Am Ende bleibt vor allem die Reibung zwischen Druck, Humor und dieser leicht kaputten Feierlaune. Das ist kein filigranes Stück. Muss es auch nicht sein.

Credits
Afrob
Ferris MC
Marcus Glascoe
Simon Gaudes