I tried von Rimkv kommt kurz, direkt und ohne langen Aufbau. Zwei Minuten, bisschen mehr. Der Beat hat Zug nach vorne, die Stimmung hängt trotzdem nicht auf Party. Da ist Druck drin, aber auch dieses Gefühl von Kopf voll, Wege offen, Plan noch nicht ganz klar.
Der Sound arbeitet mit einem schnellen Puls, Synth-Flächen und einem leichten Gitarren- oder Folk-Touch im Hintergrund. Dazu Rap, der zwischen Englisch und Deutsch springt. Nicht alles wirkt darauf aus, perfekt erklärt zu werden. Eher wie Gedanken, die raus müssen, bevor sie wieder verschwinden.
Inhaltlich geht es grob um Herkunft, Druck, Geld im Kopf, Zweifel und diesen Hunger, mit Musik doch noch irgendwo durchzukommen.
I tried ist kein Song, der dir alles vorkaut. Rimkv lässt vieles angerissen, manchmal roh, manchmal sprunghaft. Aber genau darin liegt der Reiz: Es klingt nach Bewegung, nach Unruhe, nach jemandem, der noch nicht fertig ist mit dem, was er erzählen will.
Credits
Rimkv
Oliver Schnar
GTB RECORD