„Du bist die Kultur“ setzt auf einen dunkleren, gitarrenlastigen Sound, der sich von vielem abhebt, was sonst schnell durch die Timeline rauscht. Da sind verzerrte Gitarren, Flächen und genug Atmosphäre drin, damit der Track nicht nach Standard klingt, aber auch nicht so viel Härte, dass man ihn künstlich in irgendeine Metal-Schublade pressen müsste. Am Ende bleibt es Rap mit eigener Färbung.
Inhaltlich zieht Onkel Fränk den deutschen Hauptteil klar auf Kultur, Szene, Respekt und persönliche Verbundenheit. Das Ding will nicht geschniegelt auf Trend machen, sondern eher zeigen, woran man festhält, wenn draußen vieles beliebig geworden ist. Genau dadurch funktioniert der Titel hier besser als bei vielen Tracks, die mit großen Begriffen hantieren und dann doch nur Fassade liefern.
Babakonda übernimmt die türkischen Passagen und gibt dem Song eine zweite Stimme, die nicht einfach nur mitläuft, sondern den Track hörbar ergänzt. Nicht als bloßer Feature-Anhang, sondern als Teil des Konzepts. Dadurch bekommt der Song mehr Kontur und bleibt über die Laufzeit stabiler, als er es mit nur einer Stimme vielleicht wäre.
Credits
Onkel Fränk
Babakonda