Eskapath X Kzudemris legen mit Früchte meiner Scherben ein Album hin, das viel über Stimmung, Reibung und innere Bewegung läuft. Aus Bremen kommt hier kein aufgeblasenes Statement, sondern ein Projekt mit schweren Drums, Synth-Flächen, Piano, Breaks und genug Luft zwischen den Kanten.
01 Intro: Kzudemris öffnet kurz und schwer, mit Piano, Streichergefühl und einem Beat, der eher einen Raum setzt als direkt losrennt.
02 Papagei: Eskapath und Kzudemris ziehen einen verhangenen Midtempo-Track auf, in dem Müdigkeit, Trotz und schiefer Humor nah beieinanderliegen.
03 Guter Tausch: Mit iel kippt die Nacht in Arbeit, Schreiben und Schlafmangel, während der Beat nach vorne schiebt, ohne hektisch zu werden.
04 Macker Muerta: Shahshah bringt zusätzliche Spannung rein, der Unterbau drückt nach vorn und hält trotzdem diese dunklere Note im Rücken.
05 Hanf: Der Track bleibt unaufgeregt präsent, mit Boom-Bap-Grundlage, Synths und einem Thema, das sich konsequent durchzieht.
06 Interlude 1: Kzudemris und Reibe setzen einen kurzen Übergang mit Scratches, E-Piano und einem müden Vorwärtsdrang.
07 Dein Konzert: Eskapath geht auf Angriff, während der Beat fast zurückhaltend bleibt und die Spitzen dadurch noch klarer vorne stehen.
08 Keine Relevanz: Langsames Tempo, warme Flächen und Gewicht im Unterbau machen den Track eher zum Kopfstück als zum schnellen Skip.
09 Schreibtischtäter: Hier wird Verantwortungslosigkeit angegangen, mit Wut im Text und einem Beat, der den Vorwurf nicht zudeckt.
10 Interlude 2: Kzudemris hält es kurz, dicht und atmosphärisch, mit gebrochenem Rhythmus und viel Raum zwischen den Elementen.
11 Kalte Dusche: Der Song bleibt tief und gedämpft, mit Pads, E-Piano und einem Zug, der eher im Kopf arbeitet.
12 Synergien: Eskapath, Kzudemris und Shahshah finden hier Zusammenspiel statt Wettkampf, mit Breakbeat-Antrieb und nachdenklichem Kern.
13 Outro: Kzudemris macht den Deckel knapp zu, mit Orgel, Synth-Flächen und einem Abschluss, der nicht mehr erklären will.
Früchte meiner Scherben wirkt am stärksten, wenn es nicht auf den großen Moment zielt. Viele Tracks hängen über Zwischentöne, kurze Übergänge und diesen Mix aus Druck, Müdigkeit und Haltung.