„Keine Relevanz“ von Eskapath kommt langsam rein, aber nicht leer. Der Beat hat Druck im Unterbau, dazu diese weichen Synth- und Piano-Flächen, die dem Track etwas Schweres geben, ohne ihn komplett zuzuziehen. Das läuft eher auf Kopfkino als auf Vorwärtsmarsch.
Aus der Beschreibung wird klar: Hinter dem Ding stehen neben Eskapath auch Kzudemris, Languist und iel. Kzudemris steckt dabei auch in der Produktion, und genau das hört man. Die Drums nicken nach vorne, aber der Rest vom Arrangement hält bewusst Luft drin. Dadurch wirkt der Track nicht überladen, sondern fokussiert.
Soundlich liegt das zwischen Boom-Bap-Grundgerüst und einer eher warmen, melancholischen Fläche. Kein hektischer Aufbau, keine unnötige Show. Eher ein Stück, das sich Zeit nimmt und genau deshalb hängen bleibt. Die Energie ist nicht hoch, aber auch nicht müde. Mehr so: da ist Gewicht drauf, doch es kippt nicht weg.
Spannend ist vor allem, wie unaufgeregt das alles gesetzt ist. Die elektrischen Tasten, die Pads, das langsame Tempo, die Breaks in den Drums — das wirkt nicht nach Zufall, sondern nach klarer Entscheidung. „Keine Relevanz“ will dir nichts anschreien. Der Track steht einfach da und macht seinen Raum auf.
Am Ende bleibt vor allem diese Mischung aus Schwere und Wärme. Kein Ding für den schnellen Skip. Eher einer für den Moment, wenn du bei einem Track nicht sofort alles brauchst, sondern erstmal nur die Stimmung greifen willst.