JETPACK (kodas song) Duzoe

Duzoe – JETPACK (kodas song) läuft auf einem mittleren Puls, aber innen drin ist mehr Unruhe als der erste Eindruck sagt. Gitarren vorne, leichtes Synth-Bett dahinter, dazu ein Sound, der eher nach Vorwärts will als nach Stillstand.

Inhaltlich wirkt das wie ein Track nach dem Bruch. Nicht als großes Drama, eher als dieser Moment, in dem man schon weiß, dass etwas vorbei ist, aber der Kopf noch an einzelnen Sachen hängenbleibt. Aus dem Text spricht Frust, Distanz und dieser trockene Versuch, sich selbst wieder aus der Nummer rauszuziehen. Die Zeile mit dem Jetpack passt genau deshalb: weg wollen, hoch wollen, einfach raus aus dem Kreis.

Spannend ist, wie Duzoe das nicht komplett in Melancholie kippen lässt. Der Beat hat Bewegung, die Gitarren schieben, dadruch bleibt das Ganze offen genug, um nicht nur nach Rückzug zu klingen. Eher so: verletzt, aber nicht regungslos. „I try to forget you, I wish I never met you“ ist so ein Satz, der nicht weichgespült wirkt, sondern direkt aus dem Bauch kommt.

Veröffentlicht wurde das Ding auf CALLING, Vol. 01. Produziert hat deo, und genau diese Mischung aus Band-Energie und digitalem Unterbau hält den Track zusammen. Nicht überladen, nicht auf Effekt gebaut. Mehr auf Gefühl im Takt.

Was am Ende hängenbleibt: „JETPACK (kodas song)“ rennt nicht vor dem Schmerz weg, sondern nimmt ihn mit nach vorne. Gerade dadurch funktioniert der Track.

Credits
Duzoe
deo