Alenna Rose legt mit „Schön sein“ einen kurzen, direkten Track hin, der nicht weichgespült ist. Eher Gitarre nach vorn, mittleres Tempo, Druck im Anschlag. Kein glattgebügelter Pop-Moment, sondern ein Song, der Reibung zulässt und genau daraus seine Wirkung zieht.
Nicht überdreht, aber wach. Nicht nett gemacht, nur damit es niemanden stört. Der Titel sagt schon, worum es grob geht: um Bilder, Erwartungen, Körper und den ganzen Lärm drumherum. Nicht als Vortrag. Mehr wie ein Gegenimpuls, der einmal klar durch den Raum geht.
Alenna Rose stellt sich hier nicht hin, um gefällig zu sein. Eher um etwas zurückzuschieben, das vielen jeden Tag entgegenkommt. Vielleicht ist das der Punkt, der an dem Song mehr zieht als jede Hook: Diese klare Haltung, ohne großes Theater. Kurz, kantig, unangenehm ehrlich an den richtigen Stellen.
Credits
Alenna Rose
Mya Audrey
Robert Kerner
Marinus Olbrich
Alexa Voss