Zwei Minuten, die nicht wegrennen. 139 BPM, House mit Tech-House-Kante, Electro-Drive – und trotzdem schiebt der Track Melancholie vor sich her. Spaceboy G hält den Puls oben, aber die Zeilen tragen Gewicht. Kein Pathos, eher diese Ehrlichkeit, die nachts besser funktioniert als am Tag.
Inhaltlich ist es Suche und Fundstück zugleich: sich verrannt, zu nah, zu blind – und dann der Moment, in dem Dinge ihren Platz finden. Eine Zeile bleibt: „Sag mir nur, wo du bist.“ Nicht laut, aber eindeutig. Das ist Clublicht auf Erinnerung, nicht Kitsch.
Soundbild: breite Pads und ein elektrisches Piano, das Räume aufzieht; Orgel-Farben im Hintergrund. Die Drums sind breakbeatig mit Trap-Anleihen, vierte auf dem Floor ohne Kirmes-Gewummer. Tech-House-Temperatur, Electro-House-Schub, Big-Room im Ansatz – nur eben ohne das große Tamtam. Melancholic, dark, sad – und trotzdem energetisch genug, um dich aus dem Kopf in den Körper zu holen.
Vielleicht war der Track gerade deshalb mehr als Club: ’ne Nähe, die keiner groß ausspricht, aber beide kennen. So eine Frage, die im Refrain hängt und dir später im Flur wieder einfällt. Stärke kann still gehen und trotzdem klar signalisieren, wohin der Weg zeigt.
Hinter dem Namen steckt Handarbeit: Vocals, Mix und Master von Lucas Hansen, der hier auch schreibt. Produziert von prodnathin und Wh1sper – zwei Handschriften, die den Raum aufziehen und den Hook tragen. Veröffentlicht unter Spaceboy G, verteilt via Amuseio AB.
Credits:
Spaceboy G
Producer: prodnathin, Wh1sper
℗ Spaceboy G • Release: 2026-01-16