Bremen, grauer Himmel, klare Kante: Sinus zieht dich in einen Lauf, der nicht nur tanzt, sondern bohrt. House-Puls auf die Eins, akustische Gitarre im Gepäck, Synth-Flächen wie kalte Luft an der Weser. 121 BPM, aber der Atem bleibt ruhig – Fokus nach vorn.
Er erzählt von Wegen ohne Wunder, vom Ende eines Regenbogens, der kein Versprechen hält. Eine Line bleibt hängen: „Ich steh am Ende des Regenbogens – doch ist nichts.“ Kein Kitsch, eher ein ehrlicher Kater nach zu großen Geschichten.
Zwischen pluckigem Synth und E-Piano lässt er Platz für die Stimme; Autotune als Stilmittel, nicht als Maske. Die Drums schieben breakbeat-ig und bleiben sauber im Raster – genug Raum für Refrain und Zeilen, die treffen.
Der Drive ist clubtauglich, die Stimmung bleibt dunkel-melancholisch. Dieser Mix aus Hoffnungsschub und Ernüchterung passt zu Nächten, in denen du weitergehst, obwohl die Ziele unscharf bleiben. Vielleicht lag da mal mehr zwischen zwei Zeilen – Nähe, die keiner aussprach.
Das passt in unsere Ecken zwischen Viertel und Steintor: Tanzfläche, Kopfkino, kein Heile-Welt-Filter. Wer Bremen kennt, erkennt den Ton.
Mehr von Sinus findest du auf seinem Kanal und auf Instagram: @sinus.musik.
Produktion: Chris Lass (SongParadise). Video: Florian Gehle.
Credits:
Sinus: Link
Producer – Chris Lass / SongParadise: Link
Film – Florian Gehle: Link