Kurz, direkt, ohne Politur: Sardi packt in 2:03 das Nötige rein. Geld, Rausch, Druck. Keine Pose, eher eine Bilanz.
Drill bei 117 BPM. Strings und Pads legen Kälte unter die Fläche, eine verzerrte Gitarre schabt wie Sirene. Die Drums verankern im Drill, lassen aber Breakbeat-Anleihen durchblitzen. Melancholie im Rücken, Energie vorneweg.
Inhaltlich zieht der Text die Linie, wo Alltag auf Überleben trifft. Eine Hook, die bleibt: „Zu viel Rauch, zu viel Hasch, zu viel Geld, zu viel Macht.“ Mantra statt Marketing.
Lohn, der festhängt. Kaution, die keiner zahlen kann. Dunst, Deals, Distanz. „Macht“ rechnet nicht auf, es markiert Momente. Was Macht übrig lässt, wenn sie nur kurz wärmt.
Sounddesign: trocken genug für Kante, groß genug für Kino. Die 808 schiebt, Hi-Hats rattern im Schatten. Kein Füllmaterial, nur Schnittkanten. Zwei Minuten, die nach Replay fragen.
Deutschrap, aber ohne theatralischen Lack. Die Bilder sind roh, die Sprache kennt den Asphalt, nicht den roten Teppich. Wer zuhört, hört Haltung – auch wenn die Nacht schwer atmet.
Vielleicht war zwischen zwei Zeilen mehr als Kalkül – ein kurzer Blick, der bleibt, wenn der Regen nachlässt und keiner was sagt.
Veröffentlicht über Zebralution, ℗ 2026 Sardi. Komponiert von Fabian Meißner, geschrieben von Julien Gzim Schubert. Ein Drop ohne Schnickschnack, straight auf den Punkt.
Credits:
℗: 2026 Sardi