Oldtimer richART

Kreise fahren, Tank fast leer, Kopf übervoll. Oldtimer ist keine Nostalgie-Postkarte, sondern Fluchtweg – ein Nachtkurs durch Zweifel, bis die Stadt zu Linien verschwimmt.

91 BPM in Ab-Moll. Gitarren-Loop und Piano tragen die Hook; Breakbeat-Schattierung trifft Trap-Drums, Distortion blitzt. Rock-Kanten im Rap-Gewand. Energie runtergedimmt, Druck innen – genau deswegen zieht das Ding.

Er spricht von Stimmen im Kopf, dem Reflex, tiefer aufs Gas zu gehen statt stehen zu bleiben. Für dich da sein gelingt nicht, weh tun schon – diese Ehrlichkeit knallt mehr als jede Punchline.

Eine Zeile bleibt hängen: „Drück den Oldtimer, wohin keiner weiß.“ Mehr Zitat braucht es nicht – der Rest arbeitet im Bauch.

Vielleicht drehte sich die Strecke weniger um PS, mehr um das, was unausgesprochen bleibt. Sie hat’s gemerkt; du auch, selbst wenn du’s weggewischt hast.

Produziert, gemischt und gemastert von richART selbst – DIY, aber nicht planlos.

Am Beat mit am Start: Aos Fandi. Die Gitarrenfigur hält, während die Drums atmen – Trap mit Schatten aus Rock und Nu-Metal.

Bildsprache von KoljaNick: Regie, Kamera, Schnitt aus einer Hand. Nacht, Scheinwerfer, Platz für das, was man nicht zeigt.

Was bleibt: ein melancholischer Deutschrap-Moment zwischen Hip-Hop-Grundierung und Gitarren-Schrammen, 91 BPM, Ab-Moll. Ein Track für den Drive, wenn du weißt, dass Ankommen nicht die Lösung ist.

Credits:
richART (Artist/Prod/Mix/Master): Instagram
Aos Fandi (Co-Prod): Instagram
Video – KoljaNick (Regie/Kamera/Schnitt): Instagram