Bremerhaven (Meine Stadt) Raze

Heimat ohne Glanzlack: Raze läuft Bremerhaven ab – nicht touristisch, sondern so wie’s atmet. Schneller Takt, Breakbeat im Rücken, Orgel- und Piano-Flächen halten das Bild. Die Hook wirkt groß, aber bleibt auf Straße. Kein Pathos, nur Haltung.

Die Route ist klar: Mediterraneo, Klimahaus, Columbus-Center als Erinnerung, der Radarturm wie ein Pfeil in den Himmel. Sail City als Kulisse, Container ein und aus – Hafengebiet im Dauerbetrieb. Das ist Einladung, keine Überhöhung: Komm her, sieh selbst.

Zwischen Wind und Wasser liegt der Ton von Fishtown. Eine Zeile setzt den Fixpunkt: „Bremerhaven, das ist meine Stadt.“ Der Rest sind Bilder – Laternen auf nasser Straße, Fernweh am Deich, Salz im Takt. Energetisch, an manchen Stellen melancholisch, dann wieder aufgerichtet. So trägt die Hook.

Auch das gehört dazu: Multikulti nicht als Schlagwort, sondern Alltag. Sommer heiß, Winter kalt, und wenn der Herbst drückt, bleibt die Stadt trotzdem wach. Genau dieses Spannungsfeld hörst du im Tempo – fast hymnisch, aber nie weichgespült.

Vielleicht war der Moment beim ersten Hören mehr als Lokalstolz. So eine Nähe, die niemand ausspricht. Wenn der Refrain abklingt, bleibt sie kurz stehen – und du merkst, sie geht nicht weg.

Die Beweggründe für diesen Song, sagen wir mal so: „Ich hätt’s auch durchgezogen“.

Mehr zu ihm hier: Raze. Veröffentlicht über Vier Sterne Deluxe Records.

Credits:
Raze: https://www.facebook.com/Raze275/
Vier Sterne Deluxe Records: http://vsdeluxe.com