Feuer MOUSSA X 28SCOTT

MOUSSA X 28SCOTT halten dir ein Streichholz hin – und lassen’s glimmen. Drill an 121 BPM, G-Moll (6A). Akustische Gitarre, Electric Piano, Pads. Mid-Energy, aber ständig in Bewegung. Kein Krawall, eher dieses leise Lodern, das dich trotzdem antreibt.

Inhaltlich prallen Gegensätze: alt/neu, mutig/scheu, fremd/treu. Nähe und Distanz im Wechsel, festhalten und loslassen. Eine Zeile sticht raus: „Ich bin Feuer, halt mich fest.“ Kein Pathos, eher ein Zustand – Hitze als Kompass, wenn Rationalität kurz Pause hat.

Die Bildwelt ist klar: Asphalt, Nebel, Druck auf Kehle, der Blick bleibt vorne. „Schwarze TN, Nike Tracksuit“ – ein Uniformsatz, der weniger Pose ist als Schutzschicht. Gitarre looped, die Drums skaten drüber, Autotune flirrt wie Hitzeflimmern. Das gibt dem Drill-Korsett eine melancholische Kante, ohne die Energie zu klauen.

Vielleicht spürt man zwischen zwei Zeilen mehr, als gesagt wird. Wärme, die niemand benennt, aber beide merken. Keine Romantik, nur ein kurzer Moment, der bleibt, auch wenn keiner ihn postet.

Hinter dem Track: 28SCOTT führt Vocals und Produktion, die Komposition kommt von Aaron Wentzel. Die Lyrics laufen über Youssoupha Sarr – sprich: MOUSSA als Autor, Stimme und Haltung zusammengezogen. Veröffentlicht unter Am Apparat. Das erklärt auch den Hybrid: Drill, aber mit organischen Farben statt bloß kaltem Stahl.

Was davon bleibt? Ein Hook-Bild, das wiederkommt, wenn’s zieht: Feuer als Deal zwischen zwei Polen. Und ein Sound, der sich nicht aufdrehen muss, um dich zu packen – Gitarre, Breakbeat-Schub, kleine Funken, die reichen.

Credits:

28SCOTT
MOUSSA

Label/Publisher: Am Apparat