2012. IBD Folge 10. Eine Minute, die reicht. Moe Mitchell landet mit Schicksal einen kurzen, klaren Schnitt: Strings, Orgel, Breakbeat. 121 BPM, filmisch, dunkel, trotzdem vorwärts.
„Ich bin dran.“ Der Satz fällt wie ein Taktmarker und lässt nicht los. Kein Ausweichen, eher Blick nach innen: nicht alles erklärt, aber genug gezeigt, um den Rest zu ahnen. Am Ende steht die Bewegung – hin zur Entscheidung, „… sich seinem Schicksal zu stellen.“
Der Vibe kippt zwischen Gospel-Schimmer und Straßenstaub. Chorhauch im Hintergrund, dann Druck auf der Eins, punktgenau gesetzt. Nähe passiert hier zwischen den Zeilen – leise, aber nicht weichgespült.
Klangbild? Strings und Synth-Pad ziehen einen langen Schatten, die Orgel hält die Stimmung, der Breakbeat treibt. 121 BPM geben den Puls, nicht das Tempo: eher Sprint im Brustkorb als Laufsteg-Schritt. Cinematic statt Show – Haltung statt Pose.
IBD war ein kurzes Format über CAPUT – gedreht für den Moment, nicht fürs Regal. Ohne Ausschmückung, direkt in die Kamera, ein Take, ein Punkt. Genau so muss ein Einspieler funktionieren.
Damals stand sein Album MMS vor der Tür. Kontext, nicht Kampagne. Wer tiefer graben will: Mehr von Moe Mitchell.
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Die IBD-Reihe lief auf dem CAPUT-Kanal EizenwaldTV. Kurz, roh, erinnerbar.
Credits:
Moe Mitchell
Musik: Baloko Beats
Video: Kurzer Prozess