MNTBLL und øbéis öffnen mit Liminal Arc ein Album aus Bremen, das Kopf und Körper gleichermaßen abholt. Zwischen Lo-Fi-Boom-Bap, Breakbeats und jazzy Texturen zieht das Duo seinen eigenen Korridor für Rap Bremen. Erschienen am 08.02.2026 über Treibgut.
- Per Anhalter – neblig-melancholisch auf trockenen Boom-Bap-Drums, Orgelpads ziehen, und der Text tastet Paranoia gegen Haltung ab.
- Bubbeln – schnellere Breaks mit Orgel und Pads, und es geht um unsichtbare Blasen aus Dogma und Bias, aus denen man Luft holt.
- Brainrot – kaltes Piano über 139 BPM, Breakbeat-Schrammen treiben, und das Thema ist Gegengift zum Doomscroll.
- Dinge – G-Moll mit atmendem Break und leichter Gitarrenreibung, und die Schleife von Kommen/Gehen trifft den Blick von außen.
- Wohingenau – 72 BPM mit viel Raum, Lo-Fi-Pads und brüchigem Break, und Unterwegssein ohne Termin wird zur Haltung.
- Ach – 87 BPM, Piano im Nebel und luftige Flächen, und Innenräume ohne Pathos werden sortiert.
- Vorfühlen – langsamer Drift mit Orgel/Piano, Breaks statt Drops, und Fragen an Komfortzonen ersetzen Parolen.
- Tournament – 170 BPM, Amen-Geist im Rücken und kurze Gitarrenblitze, und Druck wird mit kühlem Langstreckenblick beantwortet.
- Hinter Gedanken – Breakbeat rollt unter Autotune-Dunst, Gitarren rauen an, und Nähe entsteht, indem man das Rauschen kontrolliert.
- So So – 129 BPM, weiche Pads und sparsame Drums, und der Fokus liegt aufs Spiel statt auf die Karten – Denken im Takt.
- Ciao Show – 150 BPM, Lo-Fi-getönter Boom-Bap mit Piano und Synth, und Türen auf statt Show: Sinn im Unsinn.
- Liebenlangtag – 69 BPM, Orgel/E-Piano mit leiser Gitarre, und die kleine Entscheidung zwischen Zusammenrücken und Einlaufen wird ehrlich verhandelt.
Liminal Arc fühlt sich wie ein ruhiger Schnitt durch die Nacht an: klare Bilder, wenig Pose, viel Nachhall. MNTBLL und øbéis verorten ihre Handschrift aus Bremen in eigener Temperatur. Zwischen zwei Zeilen kann Nähe aufblitzen, die man nicht ausschreibt. Für Wege durch Bremen und umzu – und für Momente, in denen du dich sortierst, bevor du wieder losgehst. Das Album lässt Köpfe nicken und Fragen stehen.