Cool Down Krille

Sommer 2020. 125 BPM, Sonne im Nacken, Trap mit House-Schimmer. Cool Down ist diese Pause zwischen zwei Hitzewellen – der Moment, in dem du den Deckel schließt und kurz nur Luft willst. Kein Pose-Overkill, eher ein Schulterzucken mit Grinsen.

Der Sound bleibt leichtfüßig: Pads und Piano tragen, die Drums pendeln zwischen Breakbeat und Trap, die 808 hält’s zusammen. Autotune auf der Hook, catchy genug, um hängen zu bleiben, ohne zu kleben. Es geht um Hustle, Urlaub, Crew – „Cool down, mach die Sachen mit ’nem Lachen, ich bin gut drauf.“ Eine Linie reicht, der Rest kommt von alleine.

Textlich bewegt sich das zwischen Racks-on-Racks-Fantasie, Grillplatz-Realität und kleinen Eskapaden. Überdreht? Nein. Mehr so: Druck rausnehmen, aber dranbleiben. Melancholie blitzt kurz auf, verzieht sich wieder in den Rauch. Vielleicht war da mehr als nur Vibe – ein kurzer Blick, den keiner groß macht, aber alle mitnehmen.

Veröffentlicht am 17.07.2020, selbst geführt, YouTube läuft über den Auto-Channel „Krille – Topic“. Ein schnörkelloser Sommerschnitt, der 2020 festnagelt, ohne groß zu erklären.

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Was davon bleibt: die Lockerheit im Takt, der kleine Haus-an-der-Küste-Film im Kopf, und dieser Satz, der dir in stressigen Tagen wieder einfällt.

Credits:

Krille: Instagram