Posse-Cut aus BHV, eingefroren auf 2011 und 2020 via Topic wieder hochgespült: King G Nate, MCD, Hornymac, Jail Da Hustla, DJ Kaoz, Crak, E.ZY, Brasco. Harte Kanten, Breaks mit Schmutzfilm, Vocal-Stafette ohne Schonprogramm. Das Ding riecht nach kaltem Treppenhaus und warmen Boxen – klassischer BHV-Drive, der dich nicht fragt, ob du bereit bist.
„Ich bin jeden Tag am Hossen im BHV“ – eine von den Zeilen, die den Standort gleich mitschreibt. Der Track wirkt wie ’ne alte Aufnahme aus der Stadtchronik: kein Erklärtext, nur Druckwellen. Dicke Ansagen, kleine Gemeinheiten, die Augen nach vorne. Wenn’s dir bekannt vorkommt, liegt’s daran, dass das Tempo der Straße sich selten ändert, nur die Gesichter.
Man hört: mehrere Schulen auf einem Beat. Der eine zieht Bilder über Uhren und Aktenkoffer, der nächste löst das in Asphalt auf. Cuts, Adlibs, der Griff nach der letzten Silbe – das ist dieser HB/BHV-Zwischenraum, in dem Stories nicht glänzen, sondern funktionieren. Ein Stück, das dich an die Nächte erinnert, in denen fünf Egos in einer Booth trotzdem Platz fanden.
Und ja, zwischen all dem Krawall gibt’s Momente, die leiser treffen – wenn Loyalität nicht gepostet, sondern mitgelaufen wird. Nähe ohne Ankündigung. So was bleibt, auch wenn der Bass längst weitergezogen ist.
Credits: King G Nate, MCD, Hornymac, Jail Da Hustla, DJ Kaoz, Crak, E.ZY, Brasco. Released 2011 über Manus, digital bereitgestellt von Rebeat Digital GmbH. Aufnahme wirkt nach BHV-Flur, nicht nach Labor – genau deshalb hängt sie.