Letztes Gedicht Karimo 28 X Lele

Piano, 87 BPM, Atem zwischen den Zeilen. Karimo 28 X Lele schreiben den Abschied ohne Fluchtweg. Letztes Gedicht ist kein Stunt, eher dieser Moment nach drei Uhr, wenn alles ehrlich wird.

Textlich geht’s nicht um Pose, sondern um Nachhall: Nähe, die bleibt, obwohl sie weg ist. Erinnerungen im Zimmer, Regen draußen, Parfüm im Kissen. Eine Zeile bleibt hängen: „Ich wollt‘ dich vergessen, doch du bleibst in mir.“ Der Rest arbeitet leise und konsequent – mehr Gefühl als Gesten, mehr Haltung als Heulboje.

Soundseitig tragen Piano und Vocals die Last, Drums lassen Platz. Autotune als Stil, nicht als Maske. Der Beat macht nicht groß, er macht Raum – für das, was man sonst wegdrückt.

Formal sauber: Released über 28 Members, digital via recordJet. Am Klavier, an den Reglern, in der Komposition: Alex Dehn. Lele setzt die Kontraste, Karimo 28 führt durch die Nacht.

Vielleicht war’s mehr als Musik. Eine Nachricht, die nie abgeschickt wurde. Und doch angekommen ist. Genau deshalb bleibt sie.

Mehr von Karimo 28 hier: Karimo 28

Credits:
Karimo 28
Lele
Alex Dehn