144er Puls, Piano und Pads vorneweg: Baddie klingt wie Nachtfahrt auf nassem Asphalt. JT Hawk legt deutschen Rap über Lofi-Schimmer, Trap-Drums und einen House-Schritt, der immer weiter drückt. Kalt im Ton, warm im Groove.
Im Text viel Pose, teils derbe Sprache, aber zwischen den Zeilen liegt Müdigkeit und Hunger. Marken droppen, Zähne zusammenbeißen, weiter. Weniger Glanz, mehr Grit.
Die Hook stampft, Breakbeat-Anleihen und 808 geben sich die Klinke in die Hand. Club-Moment mit melancholischem Unterstrom. Und dann so eine Linie wie: „Ohne Fleiß gibt’s keinen Preis.“ Kurz ehrlich, dann wieder Neon und Nebel.
2021 erschienen, veröffentlicht über Only Truth Records, per DistroKid auf YouTube gelandet. Kein Hochglanz, eher Rohschnitt – ein kleiner Snapshot aus einer Zeit, in der viele zwischen Flex und Flucht pendelten.
Vielleicht war da mehr als Lärm. Ein Blick quer durch den Raum, der kurz alles ordnet. Nicht gesagt, nur gemeint. Reicht manchmal.
Wer JT Hawk checkt, hört den Willen im Takt: 144 BPM, lofi hip hop, german rap, tech-house-Kante. Nicht jede Kante muss gefeilt werden – manche trägt der Track für dich.
Credits:
JT Hawk