104 BPM, Klavier und Pads, Autotune-Hooks über Breakbeat/Trap-Drums. 10k spielt diese Kante: zwischen Melancholie und Energie, zwischen Flex und Fragezeichen. Lofi-Textur trifft auf boom-bapiges Fundament, die Kick bleibt trocken, die Hook klebt. Wenn du 10k sagst, geht’s hier nicht nur um Cash – es geht um Präsenz, um Eintrittspreis in Nacht und Aufmerksamkeit.
JT Hawk zeichnet Bilder von Feier, Wunschlisten und Hitlist-Talk – doch der Unterton bleibt blau. Status flackert, Blitzlicht blendet, Nähe ist temporär. Es ist die Geschichte vom Switch: vom Broke-Gefühl hin zu „auf einmal wollen sie alle …“ – eine Bewegung, die viele kennen, aber selten sauber anfühlt. Eine Zeile wie „Früher war ich broke“ reicht, um die Richtung zu setzen.
Klanglich sitzt 10k zwischen lofi hip hop und modernem Deutschrap, mit Tech-/Electro-Schimmern in der Fläche. Piano-Licks geben Haltung, die 808 atmet knapp, Hi-Hats zischeln, der Raum bleibt klein – Clubtauglichkeit ohne Glitzer, Aggro ohne Gebrüll. Melancholie, die trotzdem marschiert.
Veröffentlicht über Only Truth Records, distribuiert via DistroKid – ein cleaner Drop ohne Zierde. Auto-generated auf YouTube, aber das ändert nichts am Vibe: roher Loop, direkter Take, keine großen Gesten. Genau dadurch bleibt’s hängen.
Zwischen all dem Flex blitzt was Leises: Sie will Zeit, nicht nur Scheinwerfer. Vielleicht war da kurz mehr als Party – ein Moment, der nicht gepostet wurde, aber geblieben ist.
Credits:
JT Hawk