Nero d’Avola Jimmy Hundertwasser X Klaus 90, MNTBLL

Nero d’Avola – kurz, direkt, 129,3 BPM. Tech House mit Kante, Breakbeat-Impulse, Pads und E-Piano, Bass wie ein Stoß gegen die Rippen. Jimmy Hundertwasser wirft Worte wie Eiswürfel ins Glas, Klaus 90 sitzt daneben und nickt, MNTBLL hält die Spannung im Grid. Kein Schnickschnack, nur eine Minute, die reicht, um den Raum umzuschalten.

Der Text geht nicht für die große Geste, sondern für den Zwischenraum. Connoisseur, Perfektion, weg mit dem Mist – Haltung statt Show. Es ist dieser Ton zwischen nüchtern und benommen, wenn du merkst: Alles mischt sich, nichts ist nur falsch oder richtig, sondern irgendwo dazwischen. Der Wein ist Aufhänger, aber gemeint ist Kontrolle: was bleibt, was weg kann, was trägt.

„Das wär’s dann, wenn Klaus spricht.“

Die Minute taugt als Skizze und als Statement. Club-tauglich, aber nicht zur Dekoration. Es treibt, ohne hetzen zu müssen. Die Stimme liegt trocken im Mix, der Groove hält dagegen. Du spürst: Das ist kein Vollrausch, eher der Moment davor – klar genug, um scharf zu sehen, roh genug, um’s nicht weichzuzeichnen.

Vielleicht war’s mehr als Sound: ein kurzer Blick rüber, ein Nicken, man versteht sich, sagt’s nicht aus. Genau solche Miniaturen bleiben hängen, weil sie nichts versprechen und trotzdem was aufmachen. Stärke kann still auftreten, aber sie geht nicht unter.

Release-Info: 2024-05-31, ℗ Jimmy Hundertwasser & Klaus 90. Vertrieben über DistroKid. Album-Kontext: „Jimmy & Klaus“. 59 Sekunden, die eher nach Repeat als nach Skip fragen.

Credits:
Jimmy Hundertwasser
Klaus 90
MNTBLL