Ein Zwei-Minuten-Stoß, der nicht fragt. 179 BPM, housige Drums mit Breakbeat-Kante, elektrische Tasten, Orgel-Schimmer. Melancholie im Rücken, Schultern nach vorn. „Dies das und jenes“ macht keine Meter zu viel, es jagt direkt in den Moment, wo der Kopf nickt und die Stirn trotzdem denkt.
Hinter dem Track stehen Jimmy Hundertwasser, Klaus 90 und MNTBLL. Veröffentlicht über DistroKid, gelistet unter „Jimmy & Klaus“, raus zum 31.05.2024. Drei Namen, ein Impuls: DIY-Spirit, keine Bürokratie, nur Output.
Inhaltlich dreht sich das Ding um dieses Dauerprogramm zwischen Routine und Reizüberflutung. Zahlen, Termine, das übliche Durcheinander – und trotzdem weiterlaufen, Beats bauen, wie’s passt. Der Refrain fasst’s trocken: „All dies, das und jenes.“ Keine großen Gesten, eher ein Schulterzucken, das bleibt. Zwischen Zeilen hörst du: zufrieden, aber nicht blind; unterwegs, aber nicht lost.
Es hat diese Art Nähe, die nicht posaunt: Du weißt, wovon er redet, obwohl nichts ausgeschlachtet wird. Vielleicht war da mal mehr als nur ein Loop, so ein kurzer Blick rüber, der was sagt, ohne den Raum zu füllen. Manchmal reicht eine Hook, um zu merken: Das trifft dich dort, wo du sonst selten hinguckst.
Produktionseitig: 4-to-the-floor-Drive mit Break-Feeling, Kick geradeaus, Snare leicht nach vorne, ein Synth-Bass, der nicht wummert, sondern trägt. Die Keys legen Wärme drunter, die Hook hebt an und lässt los, bevor sie zu groß wird. Arrangement wie Big-Room angedeutet, aber die Attitüde bleibt schmal, fast indie. 1:49 ist kurz – genau deshalb funktioniert’s; du willst’s nochmal ansetzen, nicht ausschlachten.
Credits:
Jimmy Hundertwasser
Klaus 90
MNTBLL