Der Fischmann Jimmy Hundertwasser X Beavis Baby

Jimmy Hundertwasser zieht „Der Fischmann“ zusammen mit Beavis Baby in zwei Minuten ziemlich sauber durch, ohne daraus mehr zu machen, als der Track sein will. Das Ding kommt locker rein, aber nicht belanglos. Eher so ein Stück, das mit einem eigenen Bild im Kopf arbeitet und genau deshalb sofort auffällt.

Soundlich liegt das zwischen Hip-Hop, lofi-naher Ruhe und einem Beatfundament, das leicht anschiebt, statt zu drücken. Breakbeat-Anteile, Synth-Flächen, ein paar cineastische Momente im Hintergrund. Nichts daran will dich anbrüllen. Es läuft, schiebt, bleibt geschmeidig und hat trotzdem genug Kante, damit es nicht im Nebenbei verschwindet.

Der Track hat was Spielerisches, fast Skurriles, aber nicht als Gag. Mehr wie ein kurzer Film, der seine eigene kleine Welt aufmacht und dich einfach mitnimmt, wenn du dich drauf einlässt.

Beavis Baby gibt dem Ganzen noch mal einen anderen Zug, ohne dass der Track auseinanderfällt. Das Feature sitzt da, wo es sitzen soll. Kein Überladen, kein unnötiges Ausreizen. Gerade diese Kürze macht’s am Ende eher stärker. Rein, Bild gesetzt, wieder weg.

Dder Vibe selbst fühlt sich nach einer Idee an, die bewusst klein gehalten wurde. Und manchmal reicht genau das, damit ein Track hängen bleibt, obwohl er gar nicht groß auftritt.

Credits
Jimmy Hundertwasser
Beavis Baby
Klaus 90