Jackdarappa – P.D.W.A, Bremen. Ein Album aus Beton, Neon und kalter Luft, erschienen am 03.01.2026 und komplett produziert sowie gemischt von Toni Brutal Beatz. Ein Stück Rap Bremen, kantig erzählt, ohne Lack und ohne Alibi-Hooks. Das Ding ist kein Konzeptposter, eher ein Lagebericht mit Herzschlag im Takt.
01 P.D.W.A: Frostiger Auftakt, trockene Breaks, kalte Strings und ein knochiger Bass rahmen eine Ansage, die ohne Schreien auskommt und als Widerstandscode funktioniert. Straße statt Image, Schritt nach vorn.
02 Funkspruch: Nervöser Einsatzmodus. Spröde Breakbeats und sirenenhafte Flächen funken durch dunkle Gassen, während die Strophen Status, Hunger und Konsequenz protokollieren, ein kurzer Alarm, der Handeln statt Reden auslöst.
03 Kanake: Konfrontativ und stolz. Spannungsgeladene Streicher, pluckende Synths und hart gesetzte Kicks, während der Begriff zurückgeholt wird, Institutionendruck kontert und Würde über Pose gestellt wird. Zähne zeigen, nicht betteln.
04 Block In Block Out: Grau im Bauch. Orgel und verzerrter Bass auf treibender Kick, die immer wieder in Breaks stürzt, erzählen ein Überlebensprotokoll unter Systemdruck, Blaulicht im Nacken und den Blick stur nach vorne.
05 Alles Wird Gut: Schwer und doch hebend. Warme Pads, hoher Puls und eine Stimme vorn, die Mut einfordert und Richtung hält, ohne Kitsch und ohne Trostpflaster. Härte mit Kompass, spürbar zwischen den Zeilen.
06 Kriminal: Dunkle Hektik. Säge-Synths, kalte Streicher und scharfe Drums pressen die Luft zusammen, während Hunger und Eigenmacht treiben und der Asphalt leise glimmt – kein Freispruch, nur Bewegung.
Unterm Strich zieht P.D.W.A eine klare Linie: Haltung vor Image, Nähe ohne Weichspüler; es klingt nach Bremen und umzu, nach Nächten, in denen die Stadt dich testet und du trotzdem nicht weich wirst. Zwischendurch blitzt etwas auf, das man nicht ausspricht, aber fühlt, wenn der Beat kurz Luft holt. Wenn es bei dir hängen bleibt, weißt du warum.