Recap 2025 Hauly

Es ist der 5. Januar 2026, und ich hab gemerkt: Seit Mai 2025 ist aus „ich bring das zurück“ wieder „das ist real“ geworden.

U.R.B ist zurück

Ich hatte nicht vor, ein Comeback zu starten. Besonders nicht nach neun Jahren Totenstille. Ich wollte wissen, ob U.R.B überhaupt noch eine Funktion hat, wenn man es sauber baut und nicht nur aus Gefühl betreibt. Also habe ich es wieder online gestellt, das Fundament neu gebaut und mir eine Aufgabe gesetzt, die härter ist, als sie klingt: U.R.B soll berichten und nicht bewerten. Ich will nicht entscheiden, ob etwas gut oder schlecht ist, sondern dokumentieren, einordnen und sichtbar machen. Gleichzeitig muss ich filtern, weil ich meine Glaubwürdigkeit nicht opfere, nur um Masse zu erzeugen. Nicht jede Headset-Aufnahme gehört auf die Plattform, und das ist auch richtig so.

Was sich in den letzten Monaten getan hat

Was mich am meisten gekickt hat, war nicht irgendeine Zahl, sondern diese Verschiebung im echten Leben. Ich gehe in eine Bar, und jemand, den ich noch nie getroffen habe, begrüßt mich als „den Hip-Hop-Macker“. Ich selbst würde das anders nennen, weil ich hier keine Kulturpolizei spielen will. Ich archiviere Rap als Technik in Bremen, Bremerhaven und umzu. Trotzdem bleibt dieser Moment hängen, weil er zeigt: Das Ding ist wieder sichtbar, und Leute verbinden damit ein Gesicht.

Auf der ersten Veranstaltung, die ich im letzten Jahr für U.R.B besucht habe, habe ich eine junge Künstlerin kennengelernt, die mir inzwischen im Hintergrund den Rücken freihält, während ich ihr ab und an den einen oder anderen Ratschlag gebe, wenn sie mich danach fragt.

Das bleibt nicht bei einer Person. Manche Künstler und Künstlerinnen kündigen mir Releases vorher an, damit ich zeitgleich einen Post droppen kann und das Timing sitzt. Und immer wieder bieten Leute Hilfe an, ganz konkret: Assistenz beim Dreh oder Unterstützung beim Schnitt. Manchmal ist eine helfende Hand einfach Gold.

Themen, die den Underground-Rap in Bremen umtreiben

Spannend ist auch, wie oft ich inzwischen gefragt werde, wenn es um Technik, Branding oder Selbstständigkeit geht. Die Fragen sind selten vage. Es geht um echte Themen:

  • wie man Social Media sinnvoll automatisiert,
  • wie man mehr als zwei Wochen vorplant,
  • wie man Covers sauber aufzieht,
  • wie man Abläufe baut, statt jedes Mal im Chaos zu landen.
  • Auch solche Sachen wie, ab wann es Sinn ergibt, wirklich alles auf eine Karte zu setzen.

Und zwischendurch sind da Gespräche, die persönlicher werden, weil Menschen merken, dass es bei mir safe ist und ich versuche, analytisch zu bleiben, statt reflexhaft Partei zu ergreifen. Du bekommst bei mir kein Schulterklopfen um des Friedens willen, sondern ein Feedback, das dir wirklich weiterhilft, weil ich versuche, alle Seiten zu sehen, bevor ich was dazu sage.

Vielleicht ist 2026 auch der Zeitpunkt, mit Justuz und ein paar Vertrauten den Podcast anzugehen.

Wer das möglich macht

In den letzten Monaten habe ich gemerkt, was in kurzer Zeit passieren kann, wenn man nicht nur redet, sondern ein System baut. U.R.B ist dabei nicht mein Hauptgeschäft, und genau das macht es eigentlich absurd. Neben meinem Agenturbusiness mit my-new.me, wo ich Marken, Künstler, Unternehmen und Geschäftsmodelle brande, automatisiere und Features entwickle, wächst parallel ein Community-Projekt, das auf einmal relevant wird. Sogar Hip-Hop-Foren und einzelne Zeitungsredakteure folgen U.R.B inzwischen.

Und ja: my-new.me macht U.R.B überhaupt möglich. Ich ziehe die Erfahrung aus dem Tagesgeschäft, und darüber finanziere ich U.R.B, weil die Plattform am Ende eben doch ein bisschen was kostet.

Und natürlich gibt es auch nüchterne Fakten (KPI), die ich nicht als Trophäen sehe, sondern als Beweis, dass die Richtung stimmt.

  • In den letzten 90 Tagen haben wir auf Instagram 303.025 Aufrufe gehabt,
  • 19.555 Konten erreicht und 3.412 Interaktionen gesammelt. Ein großer Teil davon kommt von Leuten, die uns vorher gar nicht kannten.
  • Auf der Website sind 1.719 Beiträge veröffentlicht,
  • 241 sind geplant, und
  • 200+ Posts sind bereits so vorbereitet, dass sie bis weit in 2026 sauber durchlaufen können.

Ich hab dafür bislang kein Geld in Werbung gesteckt, sondern nur in Systeme. Und weil ich weiß, dass Regelmäßigkeit und Zusammenarbeit Ergebnisse bringen, lade ich Artists auch immer wieder zur Zusammenarbeit ein.

Was 2026 kommt

Und das nächste große Ding kommt: U.R.B [FRAME], das 16er Community-Format. Ohne Competition, ohne Ranking, ohne Theater. Einfach Präsentation dessen, was Bremen, Bremerhaven und umzu kann. Der Staffelaufbau hat begonnen, es gibt Zusagen, es gibt bereits Aufnahmen, und die nächsten Drehs werden gebündelt geplant, damit es nicht nach Chaos aussieht, sondern nach Format.

Ich will nicht nur dokumentieren. Ich will Strukturen bauen, die für die Szene einen Wert haben, ohne dass ich mich dafür verbiegen muss. Und ich bin dankbar für die Menschen, die was dazu beitragen und sehen, dass man zusammen richtig dick Welle machen kann.

Und wenn es zwischendurch still wirkt, ist das bei mir meistens kein Rückzug, sondern Arbeit im Hintergrund. Und wenn ich 2026 weiter durchziehe, dann nicht, weil ich irgendwem etwas beweisen will, sondern weil ich Bock drauf hab und weil ich merke, dass Leute das nicht als selbstverständlich nehmen.

Ich bin keine Radioredaktion und auch kein Gatekeeper. Ich bin am Ende einfach ein Typ mit Branding-, Development- und Unternehmerhintergrund, der auf Rap als Technik guckt und das supportet, egal welches Genre.

Und ich glaube: Wenn Benji nicht gewesen wäre, hätte ich gar nicht nochmal angefangen.

Wenn du das hier liest und U.R.B auf irgendeine Art begleitest, mit einem Like, einem Kommentar oder einem Hinweis auf ein Release, dann danke. Das ist mehr wert, als es manchmal aussieht.

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