Duzoe fährt in Fantasialand ohne Sicherheitsbügel. 121 BPM, D-Dur, Energie in der Mitte – Breakbeat-Schub, 808 als Puls, Pads und Gitarren an der Kante. Autotune nicht als Maske, eher als Nebel. Zwei Minuten siebzehn, dicht gepackt, ohne Deko.
Inhaltlich bleibt’s nüchtern und schmerzhaft: rote Augen, Nächte, die nicht enden, Rezepte beim Psychologen, Tabletten als Krücke, Ghost-Mode, Abstand halten. Er benennt die Höhen und Tiefen direkt – einmal fällt die Zeile: „Ups und Downs wie im Phantasialand“.
Der Vibe kippt zwischen Lethargie und Vorwärtsdrang. Hook klebt, Strophen skizzieren Bilder in kurzen Zügen. Kein Pathos, eher ein frostiger Bericht vom Randstreifen. Wer zuhört, erkennt: Das ist kein Film, das ist Alltag in Graustufen.
Release-Facts: „Fantasialand“ erschien am 2024-05-03 über TRASHMOB, Teil der Veröffentlichung „Fantasia“. Produktion, Engineering und ein Teil der Komposition stammen von Maximilian Schulz; Komposition und Lyrics kommen von Thiemo Brunßen. Verlegt von Budde Music GmbH.
Vielleicht liegt zwischen zwei Zeilen mehr, als gesagt wird. Manchmal reicht ein Blick, um zu merken: Das Thema sitzt näher an der Haut, als man zugibt.
Credits:
Duzoe
Producer/Engineer/Composer: Maximilian Schulz
Composer/Lyricist: Thiemo Brunßen
Publisher: Budde Music GmbH
Label: TRASHMOB