107 BPM, Drill-Herzschlag. Synth-Pads, Piano, verzerrte Gitarre. Die Energie bleibt unten, der Druck kommt von innen. Keine Show, eher Blick nach unten, Schritte zählen, weitergehen.
CryX spricht in Fragmenten, aber die Bilder kleben: Nebel, Tribunal, Masken. Weniger Pose, mehr Inventur. Zwischen Schuld und Verlangen, zwischen „Renn“ und „Bleib“. Eine Zeile sticht: „Sind es Dämonen, die flüstern im Wind?“ – und plötzlich merkst du, warum es leiser wurde.
Der Beat atmet Drill, aber bricht auf: Breakbeat-Gefühl statt Schema, UK-Drill-Anklänge, Trap-Metal-Färbung in den Gitarren. 107 hält dich fest, nicht hart, sondern hartnäckig. Die Hook ist kein Haken, mehr ein Sog.
Textlich geht’s nicht um Flucht, sondern um Stand. „Manchmal ist Stehen der härteste Schritt“ – so klingt es, wenn Mut nicht glänzt, sondern bleibt. Vielleicht war das hier mehr als nur Klang. So ein Satz, der nachts nicht laut sein muss, um zu treffen.
Kleinteilige Bilder, klare Haltung: Spiegel, der fremd klingt; Morgen, der zensiert; Herz, das gegenhält. Kein Kitsch, keine Retterstory. Funktionieren trotz Rauschen – du kennst das.
Veröffentlicht über 307 Collective. Producer, Lyrics, Composition: CryX. Release: 2026-02-20. Drei Minuten, fünfundzwanzig Sekunden, die nicht erklären – sondern markieren.
Credits:
CryX