Nasi Goreng Crezn X Ol' Dirty T-Shirt

Lo‑Fi-Patina auf Boom-Bap-Drums, 91 BPM in E-Moll. Crezn und Ol’ Dirty T-Shirt teilen sich die Front, Claymore Beats schiebt ein rohes, körniges Brett drunter. Nasi Goreng ist kein Zuckerguss – eher Nachtküche nach langem Tag.

Der Text riecht nach Hafenluft, alten Fotos und Wegen, die man auch ohne Applaus geht. Eine Zeile klebt: „Ich bleib im Lab, bis jede Zeile hier brennt.“ Zwischen zwei Zeilen steckt Nähe, die keiner ausspricht. Stärke bleibt leise und trifft trotzdem.

Der Vibe: melancholisch, aber nicht müde. Eher: fokussiert, leicht aggressiv, mit diesem Understatement, das keine Likes will, sondern Wirkung. Breakbeat-Teppich, E-Piano und dezente Gitarren, die Kanten lassen. Energy mittig, Haltung hoch.

Kommt aus „Wolken aus Beton“, veröffentlicht über LabOhr. Klingt nach Jahren im Raum ohne Fenster – Linien ziehen, Staub wischen, wieder aufnehmen. Kein Schnellgericht, auch wenn der Titel es flüstert. Es ist das Ding für späte Stunden, wenn du sortierst, was bleibt und was gehen kann.

Was hängen bleibt: Bilder, die nachdunkeln. Das Reste-Motiv als Konter – hier wirkt nichts aufgewärmt, hier wird verwertet, was echt ist. Und genau deshalb kickt der Part noch, wenn der Tab längst zu ist.

Credits:
Crezn
Ol’ Dirty T-Shirt
Claymore Beats
Album: Wolken aus Beton
Label: LabOhr