Brecheisen von Circleaurin X Flenser, Touchdown Tony landet zwischen Bremen und Bremerhaven wie ein kaltes Werkzeug auf Beton. Acht Stücke, wenig Glanz, viel Griff. Es riecht nach Bahnsteig, Späti und Rap Bremen, getragen von Legit und verteilt via DistroKid.
- Der Scheiß auf dem Ich bin eröffnet mit Orgel-Flächen und einem Breakbeat; Circleaurin, Flenser, Touchdown Tony, Distro, Johanna und Alex stellen Position über Pose und erzählen Taktik statt Glamour.
- Brecheisen zieht mit kalten Pads und verzerrtem Bass über brüchige Drums, während Circleaurin, Flenser, Touchdown Tony, Johanna und Distro Vandalismus zur Metapher machen und Wege finden, wenn Türen zu bleiben.
- Winterknax friert mit dunklen Pads und knappen Hi-Hats ein, und Circleaurin, Flenser, Touchdown Tony, Johanna und Distro skizzieren Paranoia, Atemwolken und kurze Sicherungen zwischen Stationen.
- Qsengs sprintet auf 121 BPM mit House-Drive und Breakbeat-Splittern, während Circleaurin, Flenser, Touchdown Tony, Johanna und Distro die endlose Cousin-Parade als Running Gag über Loyalität und Chaos drehen.
- Hokus Pokus stampft Four-on-the-floor mit 808-Schub, und das Kollektiv verwandelt Kellerlicht und Guestlist in Zauber ohne Märchenbuch.
- 180° knirscht mit Kante, verzerrtem Bass und gebrochenen Kicks, während Circleaurin das Wendemanöver zwischen Selbstschutz, Kündigung und kalter Arbeitsmoral vollzieht.
- Scheißgig (Prelude) bedankt sich für kleine Räume, bevor es ernst wird.
- Scheißgig wuchtet bei 85 BPM mit sirenigen Synth-Fahnen und LoFi-Schmiere, während Selbstroast und Buchführung den Abend erklären, an dem man für wenig Gage trotzdem liefert.
Brecheisen ist ein Griff ins Reale: kein Komfort, aber Haltung, die nachklingt. Aus Bremen in die Nächte von Bremen und umzu, für Leute, die Türen eher hebeln als bitten. Vielleicht spürt man zwischen zwei Zeilen mehr, als gesagt wird – genau deshalb bleibt’s.