Kalter Druck. 96 BPM, grimmige Synths, Breakbeat-Schub. „Nix geht mehr“ ist keine Pose, sondern eine Ansage – direkt ins Gesicht. Deutschrap 2017, einmal entglast: raus mit dem Zuckerguss, rein in den Bauchschmerz.
ADF zeigt den Verschleiß. Trends kommen, Werte kippen, Klickzahlen über Können. Statt Nostalgie gibt’s eine Bestandsaufnahme: Wer redet wie wir, aber lebt’s nicht, fliegt. Das fühlt man in den Pausen genauso wie in den Punches.
„Sag mal ernst, was ist mit der Szene passiert?“ – „Ich dreh die Kappe ein Stückchen tief und spucke Rapzeilen.“ Zwei Sätze, die reichen. Der Rest ist Haltung.
Flow trocken, Zeilen kantig, kein Zierat. Wenig Glanz, viel Griff. Die Hook hackt, die Strophen tragen. Das hier will nicht gefallen – das will wackeln lassen.
Beat, Video, Mix & Master kommen von NikoLay. Synth-Leads wie kaltes Neon, Kick knurrt, Snare mit Asphalt. Das Setting macht die Zeilen noch schwerer – absichtlich.
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Zwischen zwei Zeilen liegt mehr als Wut. Ein müdes Nicken, wenn jemand endlich ausspricht, was alle denken – und keiner sagt. Still ist das nicht. Echt schon.
Was bleibt? Ein Stück Realität ohne Filter. Kein Rettungsanker, aber Griff: Wer’s meint, muss liefern – auch wenn’s weh tut.
Credits:
Artist: AnDieFresse
Video/Beat/Mix & Master: NikoLay